Kirche und Rundfunk

Wie die Ev. Kirche in Württemberg mit der »Rundfunkmafia« SWR kollaboriert.

Dies ist nur eine erste einfache Fassung einer »Mini-Dokumentation« der Kommunikation mit der Rundfunkbeauftragten der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Pfarrerin Dr. Lucie Panzer und den Rundfunkräten der beiden Evangelischen Landeskirchen in Baden und in Württemberg Oberkirchenrätin Karen Hinrichs und Prälat Prof. Dr. Traugott Schächtele.

Bemerkungen und Kommentare des Autors dieser Web-Seite sind dunkelgrün eingefärbt und nicht Teil der Kommunikation.

Eine »Übersicht« muß erst noch erstellt werden.

20. März 2018

Bemerkung:

Die E-Mail wurde einzeln an die Rundfunkrätin und Oberkirchenrätin Karen Hinrichs und Rundfunkrat und Prälat Prof. Dr. Traugott Schächtele versandt und unterscheidet sich nur in der jeweiligen Anrede am Anfang und innerhalb der E-Mail. Zur besseren Übersicht sei hier nur die E-Mail an Dr. Traugott Schächtele aufgeführt.

An:

Traugott.Schaechtele@EKiBa.de
Karen.Hinrichs@EKiBa.de

Fragen zu Ihrer Tätigkeit als Rundfunkrat beim SWR

Sehr geehrter Herr Dr. Schächtele,

Sie sind Rundfunkrat der badischen Landeskirche beim SWR – und diesbzgl. auch für die württembergische Landeskirche zuständig.

Als Mitglied der württembergischen Landeskirche habe ich dazu bitte einige Fragen:

1) Der Rundfunkbeitrag für die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks steht seit seinem Bestehen in heftiger Kritik. Eine Abgabe auf eine Art Grundbedürfnis wie das »Wohnen« für sehr viel und sehr teure Unterhaltung und ein wenig politisch gesteuerten und korrekten Journalismus. Der Rundfunkbeitrag wird im Volksmund auch gerne als Zwangsbeitrag oder gar als Schutzgeld bezeichnet.
– Wie steht die evangelische Kirche zum Rundfunkbeitrag?
– Was würden Sie jemandem raten, welcher den Rundfunkbeitrag aus Gewissensgründen ablehnt?

2) Die Rundfunkräte gliedern sich in mehrere politische Bereiche, linke und rechte Ausrichtung (»rot« und »schwarz«) und eine »graue«, auch von »lila« war schon zu lesen – die sog. »Freundeskreise«.
– Zu welchem Freundeskreis gehören Sie als Vertreter der evangelischen Kirche?
– Und warum zu dem von Ihnen benannten und nicht zu einem der anderen?

3) Die württembergische Landeskirche lehnt im Gegensatz zur badischen die Segnung homosexueller Paare und damit eine implizite Gleichsetzung homosexueller Beziehungen mit der Ehe aus Mann und Frau ab, gemäß ihres Synodalbeschlusses im Herbst 2017. Ungeachtet der Meinung einzelner Pfarrer, die offizielle Position der württembergischen Kirche ist so und nicht anders. Im Rundfunkrat vertreten Sie beide Kirchen und somit zwei völlig gegensätzliche Positionen in dieser zentralen, theologischen und ethischen Frage im Bereich Ehe und Familie. Bei Abstimmungen im Rundfunkrat haben Sie keine separate Stimme für die eine oder andere Kirche und deren Position.
– Wie gehen Sie mit diesem offensichtlichen Interessenkonflikt um?
– Welche Auswirkungen hat das auf Ihre Arbeit im Rundfunkrat?

4) Als Rundfunkrat erhalten Sie vom SWR monatlich 600 EUR und zusätzlich für die Teilnahme an Sitzungen zwischen 75 EUR pro Sitzung oder 125 EUR pro Tag und mehreren Sitzungen am gleichen Tag (Stand 2013).
– Welcher zeitliche und finanzielle Aufwand steht hinter Ihrer Tätigkeit als Rundfunkrat und als Vertreter der Evangelischen Kirche in Baden und in Württemberg?
– An wievielen Sitzungen nehmen Sie pro Jahr teil?
– Wie werden diese »Aufwandsentschädigungen« steuerlich behandelt?

Ich bedanke mich im voraus für Ihre Antworten und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Tobias Speidel

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20. Dezember 2017

An:

Lucie.Panzer@Kirche-im-SWR.de
Lucie.Panzer@ELk-Wue.de

Kopie:

Traugott.Schaechtele@EKiBa.de
Karen.Hinrichs@EKiBa.de

Kirche unterstützt Unrecht der »Rundfunkmafia«

Sehr geehrte Frau Dr. Panzer,

vor einiger Zeit lief mir Ihr Text auf »Kirche-im-SWR.de« vom 19.11.2017 über den Weg:

»Menschen werden zu Opfern, weil sie unterliegen im Kampf um Gebiete und Bodenschätze, im Kampf um Macht und Geld. Elend und Hunger und Wut und Gewalt sind die Folge. [...] Irgendwie bin ich doch mitverantwortlich für die vielen Opfer. Weil ich nichts dagegen tue.«

Sie erzählen in Ihrem Text etwas von Opfern, Unrecht und Mitverantwortung, und daß sie nichts dagegen unternehmen würden. Da Ihnen das Unrecht rund um die Finanzierung des SWR schon lange bekannt ist, könnten Sie doch Ihre Rede selber in Ihrem Bereich des Rundfunks in die Praxis umsetzen und das Unrecht des Zwangsbeitrags zur Sprache bringen.

Vielleicht 90 % Unterhaltung und 10 % mittelmäßiger i.d.R. linkstendenziöser Journalismus wird durch eine Art Schutzgeld finanziert. Wenige bereichern sich mit überzogenen Gehältern und komfortablen Pensionen. Viele andere werden dafür drangsaliert. Die Vertreter der Evangelischen Kirchen in Baden und Württemberg spielen fröhlichfeige mit.

Sie schreiben: »Auf Ansprüche verzichten. Schulden erlassen! Menschen in Not helfen.«

Wasser predigen und Wein trinken: Als ersten praktischen Schritt – warum verzichten Sie und Ihre Kollegen einschließlich der Kollegen in den Rundfunkräten nicht auf die Aufwandsentschädigungen des SWR. Also das Geld, welches anderen zwangsweise abgenommen wird? Dieses Geld bewußt ablehnen und nicht annehmen, ein Zeichen setzen? Und öffentlich machen?

Vermutlich wird vielen die Weihnachtsfreude verleitet, weil sie Ärger mit Verwaltungsgerichten haben, die das Recht beugen, oder mit rücksichtslosen Gerichtsvollziehern, welche in Wohnungen einbrechen, arglose Menschen in den Knast einbuchten und deren Konto pfänden?

Es ist an der Zeit, daß öffentlich wird, wie lauwarme Geistliche einer lauwarmen Kirche mit lauwarmen Worten und mit ihrem sicheren Kirchenbeamtensold sich am Unrecht der »Rundfunkmafia« mitschuldig machen und dafür »mitverantwortlich« sind.

Ende November wurde bekannt, daß einer 77-jährigen elffachen Mutter, die weder Fernseher noch Radio gehabt haben soll, wegen des Rundfunkbeitrags die Rente gepfändet werden soll:

https://www.heise.de/tp/features/Rentnerin-buendelt-Zorn-gegen-ARD-und-ZDF-3905896.html

Wismar mag weit weg sein, aber wie wäre ein kurzer Telefonanruf beim SWR-Justitiar Dr. Hermann Eicher wegen dem bekannt gewordenen Fall, daß einer behinderten Familie der ermäßigte Beitrag nicht gewährt wird?

https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,25055.0.html

Menschen werden ihres Eigentums beraubt. Die Kirche und Sie nutzen das für die Verbreitung Ihrer frommen Reden.

Ist das nicht herrlich zynisch?

Grüße
Tobias Speidel

Bemerkung:

An dieser E-Mail war auch die E-Mail vom 13.12.2017 an Pfarrerin Dr. Lucie Panzer angefügt, so daß die Rundfunkräte Hinrichs und Schächtele darüber informiert sind.

Auf diese E-Mail erfolgte weder eine Antwort noch eine Stellungnahme seitens der Herrschaften Panzer, Hinrichs oder Schächtele.
(Stand 21.3.2018)

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13. Dezember 2017

An:

Lucie.Panzer@Kirche-im-SWR.de
Lucie.Panzer@ELk-Wue.de

Unser Telefongespräch zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Sehr geehrte Frau Dr. Panzer,

vielen Dank für das Telefongespräch am Di., 28.11.2017.

Als Gesprächsnotiz und meinen persönlichen Eindruck werde ich folgendes mitnehmen:

Sie sind der Überzeugung, daß der Rundfunkbeitrag in seiner jetzigen Form für eine Unabhängigkeit des Rundfunks sorge. Die Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts nutze das »Drittsenderecht«, mit dem eine Landesrundfunkanstalt Sendezeiten bereitstellen müsse.

Nebenbei bedauern Sie, daß Muslimen dies nicht vergönnt sei, also Angehörigen einer Religion wie dem Islam, dessen religiösen und gesellschaftlichen Werte größtenteils diametral zu den unsrigen freiheitlichen, christlichen und demokratischen Werte in Deutschland stehen.

Dagegen ist längst ein Vertreter des Islam im Rundfunkrat und das »Wort zum Freitag« wurde beim SWR schon vor vielen Jahren eingeführt.

Sie behaupten, daß eine Regierung beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk nichts zu melden habe. Dem Einwand, daß sich Vertreter von Politik und Regierung und – soweit mir bekannt in einem Fall – sogar der Justiz in Gremien der Landesrundfunkanstalten finden und die von Ihnen behauptete Unabhängigkeit nicht gegeben ist, hatten Sie nichts entgegenzuhalten. Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird von Politik und Regierung direkt geregelt und von und auf Kosten des Staates sichergestellt bis hin zu Vollstreckungen durch Gerichtsvollzieher und Polizei.

Sie sind der Meinung, daß reine Informations- und Magazinsendungen nicht angeschaut würden, weil dergleichen zu langweilig wäre. Deswegen seien die Unterhaltungssendungen wichtig. Auch Informationssendungen würden immer mehr Unterhaltungsanteile beinhalten, sonst würden sie auch nicht angeschaut werden. Die Leute seien nun mal so.

Das mag vielleicht so sein. Warum dafür aber ein Rundfunkbeitrag eingetrieben werden muß, daß diese Leute die Unterhaltungssendungen sehen und die Informations- und Magazinsendungen doch nicht, haben Sie nicht einleuchtend erläutern können.

Weswegen reine Unterhaltungssendungen wie Tatorte, sehr teure Serien wie »Babylon Berlin« oder Fußballmillionäre von einer in Sippenhaft genommenen Solidargemeinschaft finanziert werden müssen und sich mit Ihnen die Evangelische Kirche dahinter stellt, konnten Sie nicht glaubhaft begründen.

Web-Seiten wie

https://gez-boykott.de/Forum/index.php/board,6.0.html

sind Ihnen als im Bereich Rundfunk und Fernsehen tätige Pfarrerin sicherlich bekannt und geben mit den dort veröffentlichten Pressemeldungen als eine Art Pressespiegel einen guten Überblick über die Vorgänge rund um die »Rundfunkmafia«.

Ich fasse zusammen:

Sie halten es für richtig und geboten, daß die Kirche für ihre Verkündigung eine Infrastruktur nutzt, deren Finanzierung letztlich auf der Eintreibung einer Art Schutzgeld, Gewaltandrohung und Gewaltanwendung beruht – Pfändung, Beugehaft und die Vernichtung der persönlichen Existenz. Für die Nutzung dieser Infrastruktur erhalten Kirchenvertreter sogar einen Teil des eingetriebenen Geldes, auch wenn das nur »Aufwandsentschädigungen« und relativ geringe Beträge sind. Aber sie nehmen es an. Dagegen zeigt die Realität, daß die Finanzierung dieser »Rundfunkmafia« offensichtlich juristisch streitig und klar moralisch verwerflich ist. Sie als Pfarrerin Dr. Lucie Panzer halten diese Art der Finanzierung für korrekt.

Grüße
Tobias Speidel

Bemerkung:

Auf diese E-Mail erfolgte weder eine Antwort noch eine weitere Stellungnahme seitens Pfarrerin Dr. Lucie Panzer.
(Stand 21.3.2018)

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